Nachlese zum TechnologieTransferTag Berlin-Brandenburg in Wildau
Ein rundes Jubiläum konnte der jährliche TechnologieTransferTag Berlin-Brandenburg am Mittwoch, dem 22.Juni 2011, an der TH Wildau feiern. Zum 10. Mal lud er auf Einladung von iq brandenburg, der TSB Technologiestiftung Berlin und der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH sowie den Industrie- und Handelskammern der Region die Anbieter und Nutzer von Transferleistungen zum gemeinsamen Austausch ein. Die gastgebende Hochschule Wildau bot den rund 150 Teilnehmern zudem die Möglichkeit, mit Laborrundgängen den Wissenschaftlern über die Schulter zu schauen.
Im Vortragsteil der Veranstaltung gab Dr. Gesa Koglin von der TSB Technologiestiftung Berlin einen Einblick in die neue Studie „Wie neues Wissen in die Wirtschaft kommt“, die im nächsten Monat in Buchform veröffentlicht wird. Für die Untersuchung wurden sowohl Hochschullehrer (190), als auch Unternehmen (293) zu ihren Kooperationserfahrungen befragt. 84 Prozent der Hochschullehrer (Beuth-HS, HTW, TH Wildau) hatten bereits Kooperationsprojekte mit Unternehmen durchgeführt, davon zu 31 % mit Großunternehmen, 44 % mit KMU und 25 % mit Kleinstunternehmen mit maximal neun Mitarbeitern. 40 % der Hochschullehrer kooperieren nur in Berlin-Brandenburg, 54 % waren sowohl aus der Hauptstadtregion als auch überregional und 6 % der Kooperationen waren ausschließlich überregional. Von den Unternehmen gaben 56 % an, bereits Kooperationsprojekte mit Wissenschaftseinrichtungen durchgeführt zu haben. Davon war die Abschlussarbeit/Praktikum von Studierenden die häufigste Form der Zusammenarbeit (83 %), gefolgt von der Kooperationsforschung (72%) und kurzfristigen informellen Kontakten (68%).
Die beiden Geschäftsführer der ZAB und TSB Innovationsagentur Berlin, Dr. Steffen Kammradt und Dr. Adolf M. Kopp, stellten die Entwicklung der länderübergreifenden Innovationsstrategie in der Region und deren Umsetzung durch ihre beiden Einrichtungen dar. Besonders intensiv werde das neue Förderinstrument des Transfer Bonus/Innovationsgutscheins nachgefragt, berichteten beide. In Berlin seien in der Pilotphase von Herbst 2009 bis Ende 2010 von 165 Kooperationsanfragen 133 bewilligt worden. In 2011 wurden bereits weitere 50 Anträge gestellt. In Brandenburg wurden 139 Bescheide mit einem Fördervolumen von 630.000 Euro erteilt. Das Ziel, vor allem auch solche Unternehmen anzusprechen, die noch keine Kontakte zu Hochschulen hatten, sei erreicht worden.
Ein Beispiel für eine derartige, durch den Transfer Bonus gestiftete Kooperation, wurde aus Berlin von den Partnern des IKZ Institut für Kristallzüchtung und der Firma sglux SolGel Technologies vorgeführt. Beide arbeiten in Adlershof mit einem dritten Partner, dem FBH Ferdinand-Braun-Institut, an der Entwicklung von Hochleistungs-UV-Photodioden zusammen. Firmenchef Dr. Tilman Weiss schilderte die Situation seines Unternehmens, das für ein gut eingeführtes Produkt nicht mehr auf die Zulieferung von Zwei-Zoll-Wafer zurückgreifen konnte und schnell auf Drei-Zoll-Wafer umsteigen musste. Dass dies mit den beiden Wissenschaftspartnern schnell gelang, sei auch durch die Förderressource TransferBonus möglich gewesen. Um diese Kontakte auch räumlich schnell umsetzen zu können, sei das Unternehmen im Frühjahr nach Adlershof gezogen.
Stärker in die Kreativitätswirtschaft ausgerichtet war das Brandenburger Beispiel der Kooperation zwischen der Fachhochschule Potsdam und dem Luckenwalder Zierbeschlag-Hersteller D-Beschlag. Beide entwickelten zusammen innovative Griffe und Griffsysteme für die Möbelbranche unter Nutzung des Brandenburger Innovationsgutscheins. Ein studentisches Projektteam der Fachhochschule Potsdam erstellte Designstudien neuer möglicher Griffformen und setzte sich wissenschaftlich-gestalterisch mit den ergonomischen und funktionalen Parametern auseinander. Einige der rund 30 neu entworfenen Griffvarianten werden derzeit bei Kunden der D-Beschlag GmbH bemustert. Für die Hochschulen sei auch ein positiver Nebeneffekt, dass mittels derartiger Kooperationen die akademische Lehre durch konkrete Wirtschaftspraxis angereichert und belebt werde, hob Design-Professor Walter Hardt hervor.
Als drittes Transfer-Beispiel, diesmal auch zwischen beiden Bundesländern, wurde die Entwicklung des ersten Notarztwagens für Schlaganfall-Patienten, das Stroke-Einsatz-Mobil (STEMO), vorgestellt. Daran waren das Berliner Universitätsklinikum Charité, die Berliner Feuerwehr sowie die Brandenburger Firmen MEYTEC GmbH Informationssysteme und die BRAHMS AG beteiligt. Die Förderung hatte das Kuratorium der TSB aus dem Zukunftsfonds des Landes Berlin bewilligt. Mit den Früherkennungstechniken, die im Notarztwagen direkt zum Patienten gebracht werden und unterstützt durch telemedizinische Konsultationsmöglichkeiten wolle man einen Zeitgewinn von 20 Minuten bei der Behandlung von Schlaganfall-Patienten erreichen, erklärte der Charité-Mediziner Prof. Dr. Heinrich Audebert. Seit Februar befindet sich das System in Berlin in der Erprobung, bislang mit 174 Patienten. MEYTEC-Chef Gerhard W. Meyer berichtete, dass es für dieses weltweit einzigartige Medizinsystem bereits internationale Anfragen gebe, beispielsweise aus Asien. An der Produktion der Stroke-Unit-Notarztwagen werde MEYTEC über die Telemedizin-Ausstattung partizipieren.
Im Anschluss an das Vortragsprogramm hatten die Teilnehmer im Rahmen eines Get-togethers die Möglichkeit, den Tag bei einem Gespräch und/oder einen Blick auf die umfangreiche Posterpräsentation ausklingen zu lassen.
Ausführliche Informationen zu den beschriebenen Förderinstrumenten finden Interessierte im Internet unter: Innovationsgutschein, TransferBonus und Zukunftsfonds des Landes Berlin.
Manfred Ronzheimer
"Ressourceneffizienz in der Entwicklung" vom 10.05.2011
Derzeit führt das rasante Wachstum der Weltbevölkerung und so genannter Schwellenländer – beispielsweise China – zu einer steigenden Rohstoff- und Konsumgüternachfrage. Die Konsequenz, ein verstärkter Wettbewerb um die vorhandenen Rohstoffe sowie veränderte Klimaschutzziele und das zunehmende Interesse der Verbraucher an der Herkunft und Herstellung von Produkten, zwingt die produzierenden Unternehmen aktuell zum Umdenken und stellt sie vor große Herausforderungen. Um die Berliner Unternehmen bei dieser Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten, haben die TSB Innovationsagentur und die IHK Berlin die Veranstaltungsreihe „Trends und Entwicklungen für eine energie- und ressourceneffiziente Produktion“ ins Leben gerufen und in deren Rahmen erstmals am 10. Mai 2011 zum Thema: „Ressourceneffizienz in der Entwicklung“ ins Berliner Ludwig Erhard Haus eingeladen.
Dass der effizientere Einsatz von Rohstoffen nicht nur zu Kosteneinsparungen, sondern in der Folge auch zu Standortsicherung und Versorgungssicherheit führen kann, machte Dr. Martin Vogt, Leiter des Bereichs Technologie/Projekte im VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) in seinem Auftaktreferat „Ressourceneffizienz: Dreifacher Gewinn für Unternehmen“ deutlich. Anhand von vier Beispielen zeigte er, dass zum Teil nur leicht abgeänderte Produktionsverfahren wie der Einsatz bereits vorgeformter Rohlinge, wie Gießen statt Fräsen, wie die Verwendung von Metallschaum an Stelle von Vollmetall oder wie die Nutzung von Vorwärmestufen eine energie- und Ressourceneffizienteren Herstellung von Produkten ermöglichen und für die Unternehmen letztlich auch nennenswerte Einsparungen bedeuten können. An einer ressourcen- und/oder materialeffizienteren Produktion interessierte Unternehmen unterstützt das VDI ZRE unter anderem durch Informations- und Beratungsangebote sowie durch Förderungen.
Nachdem Dr. Martin Vogt die Teilnehmer an das Thema herangeführt und deutlich gemacht hatte, dass „Ressourceneffizienz bedeutet, vorhandene Ressourcen schonender und intelligenter zu nutzen“ übernahm Philipp Hultsch, von der nanopartica GmbH das Mikrophon und erläuterte, wie sich durch eine spezielle Technologie der Verbrauch beispielsweise des immer knapper werdenden Rohstoffs Gold um bis zu 90 Prozent reduzieren lässt. Die „Implementierung von Nanopartikeln in Metalle“ findet unter anderem im Bereich von Steckverbindungen für Autos, bei Zylindern oder für die Lasergravur bei Druckwalzen Anwendung. Aktuell arbeitet die Firma an einem so genannten Echtheitslabel, mit dem sich künftig beispielsweise Bauteile für Flugzeuge kennzeichnen lassen könnten, um so Produktpiraterie zu erschweren.
Einen weiteren Aspekt von „Energie- und Ressourceneffizienz“ stellte anschließend Michael Becker, Leiter im Bereich Technik der Pfizer Manufactoring Deutschland GmbH, vor. Am Standort Freiburg sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit seit vielen Jahren wichtige Themen und Grundlage sowie Auslöser verschiedener Investitionen, beispielsweise in eine Geothermie-Anlage sowie in eine der größten Holzpellets-Heizungsanlagen Europas, die sich schnell ausgezahlt haben. Derzeit werden rund 90 Prozent der vor Ort benötigten Primärenergie durch erneuerbare Energie gewonnen.
Entsprechend der „grünen Philosophie“ bat das Unternehmen im vergangenen Jahr Masterstudenten der Universität Freiburg unter dem Motto „Lehre trifft Forschung: Gemeinsam auf einem grünen Weg in eine gesündere Zukunft“ sich am Standort umzusehen und Verbesserungsmöglichkeiten, bzw. Einsparpotentiale ausfindig zu machen. Daraus entstand das so genannte STAR-Projekt: Solar Technologies applied to Absorption wheels Regeneration. Ziel war es, möglichst viel Energie bei der Regeneration von Absorbtionstrocknern durch den Einsatz einer Solartechnologie zu ersetzen. Die Studenten holten verschiedene Angebote ein, untersuchten diese nach unterschiedlichen Gesichtspunkten und empfahlen dem Unternehmen letztlich den Einsatz von Vakuumröhren Kollektoren. Pfizer folgte dem Vorschlag und spart nun, so Michael Becker, bis zu 25 Tonnen CO₂ pro Jahr.
Dass der „grüne Weg“ auch bei den Verbrauchern mehr und mehr ins Bewusstsein rückt zeigen verschiedene internetbasierte Rechentools, mit denen Interessierte CO₂-Bilanzen ihres eigenen Lebensstils, aber auch von Produkten erstellen und vergleichen können. Über seine Erfahrungen bei der Entwicklung eines Berechnungstools für „Product Carbon Footprints“ für die Produkte der Märkisches Landbrot GmbH berichtete im Folgenden Professor Jens Pape von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.
Auch der Bereich personelle Ressourcen wurde thematisiert und aufgezeigt, wie sich Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse effizienter managen lassen. Anhand der Kooperationsplattform consentor präsentierten Dr. Mathias Zagel von der consentor GmbH und Prof. Dr. Yamina Bock von der avanion GmbH wie mit deren Hilfe Abstimmungs- Entscheidungsprozesse beschleunigt werden können.
Insgesamt wurde das Thema „Ressourceneffizienz in der Entwicklung“ aus acht verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und deren unterschiedliche Facetten dargestellt. 73 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und intermediären Einrichtungen nahmen an dem Forum teil und konnten beim anschließenden Get Togheter Kontakte knüpfen, bzw. Kooperationsvorhaben intensivieren. Die Teilnehmer bewerteten den Abend allgemein sehr positiv und benannten weitere interessante und aktuelle Themen für den Bereich Technologietransfer: u.a. „Innovative Solartechnik“, „Managementansätze im Umweltbereich“ oder „Methoden der Produktoptimierung“.
Nachdem im Hinblick auf die geplante Reihe bewusst der Bereich „Entwicklung“ für den Auftakt gewählt wurde – legen doch gerade Industriedesigner, Entwicklungsingenieure, Konstrukteure und Werkstofftechniker das Fundament für nachhaltige Produkte und Prozesse und stehen somit am Anfang der Kette – sollen bei künftigen Veranstaltungen folgenden Bereiche: Fertigung, Fabriksysteme und eventuell Recycling thematisiert werden. Die nächste Veranstaltung soll im September 2011 stattfinden.
Die Vorträge des ersten WTT-Kooperationsforums im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Trends und Entwicklungen für eine energie- und ressourceneffiziente Produktion“ finden Sie in unserem Downloadbereich.
Die TSB Innovationsagentur Berlin GmbH und die IHK Berlin bedanken sich recht herzlich bei den Referenten sowie bei den Gästen der Veranstaltung.
Rückblick zur Veranstaltung "Transfer-Treff Live" vom 16.02.2011
Am 16. Februar fand im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin (TUB) der erste Transfer-Treff Live in Zusammenarbeit mit der TSB Innovationsagentur Berlin und den Branchenverbänden VCI, VDMA und ZVEI als Kooperationspartner statt.
Dieses Forum – eine Initiative der Berliner Transfer-Allianz – bot für Interessenten aus Unternehmen, Hochschulen und Forschungs-einrichtungen Möglichkeiten der Information und des Erfahrungsaustausches über Förder-programme und Kooperationsprojekte sowie über Aktivitäten zur Fachkräftesicherung.
Der Präsident der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach und die weiteren Mitveranstalter aus der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Dr. Jürgen Varnhorn sowie der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH, Dr. Adolf M. Kopp, eröffneten das Forum.
Nach der Begrüßung übernahm Dr. Michael Winteroll von der TUB die Moderation und begleitete die Präsentation der Transferprojekte. Insbesondere ging es darum, praxisorientierte Beispiele aus dem Technologietransfer in der Hauptstadtregion darzustellen – jeweils präsentiert durch Interviews mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. So wurde deutlich, wie sich in unterschiedlichen Stufen und Programmen durch Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft Innovationspotenziale erschließen und in Wettbewerbsvorteile umsetzen lassen. Das Spektrum der Projektbeispiele reichte dabei z.B. von Einstiegsprojekten über den TransferBONUS bis zur komplexen Verbundform einer Stiftungsprofessur.
Zu Beginn wurde ein Kooperationsprojekt zwischen einer Handwerksfirma und der TU Berlin vorgestellt. Die Aufgabenstellung des Vorhabens war die Ermittlung des Wärmedurchgangs für Kastenfensterkonstruktionen. Der Geschäftsführer der VIKTORIA-BAUSANIERUNG GmbH, Dipl. Ing. Martin Paal und der Leiter des Fachbereichs Bauphysik der TUB, Prof. Dr.-Ing. Frank U. Vogdt konnten verdeutlichen, wie erfolgreich die Zusammenarbeit war und haben zu einer Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft geradezu animiert. Insbesondere der TransferBonus wurde für KMU und Handwerksbetriebe empfohlen sowie als praxisorientiert und zeitnah umsetzbar bewertet. Der Erfolg spiegelt sich oft auch in der Ausarbeitung weiterer Folgeprojektvorhaben wider.
Im zweiten Projekt, welches ebenfalls mithilfe eines TransferBONUS realisiert werden konnte, war die Genauigkeitsoptimierung magnetischer Maßstäbe Gegenstand der Untersuchung. Der Geschäftsführer, Dipl. Ing. Nico Pohlmann des Berliner Traditionsunternehmens Bogen Electronic GmbH beauftragte das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TUB mit dieser Aufgabe. Der Institutsleiter, Prof. Dr. h.c. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann, hat auf Anfrage von Dr. Michael Winterroll hingewiesen, dass die Werkzeugmaschinenbranche mittelständisch geprägt sei und dass jenes Institut seit jeher für den Mittelstand forschte und entwickelte. Demzufolge ist eine Kooperation in der Konstellation für ihn selbstverständlich. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts, Dipl.-Ing. Jan Mewis, erklärte den Technologietransfer mit den herausfordernden Aufgaben als beidseitigen Gewinn sowohl für das Unternehmen als auch für das beauftragte Institut.
In zwei weiteren Präsentationen wurden Projekte vorgestellt, welche durch das Landesprogramm ProFit unterstützt wurden.
Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen vom Fachgebiet Fluidsystemdynamik der TUB und der Geschäftsführer, Dipl. Ing. Bernd Rhiemeier von AUCOTEAM GmbH Berlin haben zu Beginn dargelegt, wie aus einem ersten Kontakt ein konkretes Projekt entstand. Das komplexe Verbundprojekt, welches mithilfe eines großen Partners verwirklicht werden konnte, hatte das Ziel einer Optimierung komplexer Abwassersysteme durch mechatronische Systeme.
Ein anderes Vorhaben, initiiert durch den CEO der MT.DERM GmbH, Jörn Kluge und Herrn Prof. Dr. Heinz Lehr vom Fachbereich Mikrotechnik der TUB, verfolgte die Entwicklung eines Applikationssystems für den intra- und subkutanen Wirkstoffeintrag. Der Intensive Austausch und die gute Zusammenarbeit bei beiden Projekten zeigten sich u.a. an der Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten, die entstanden und im weiteren viel Potenzial auch für Dissertationen zur Verfügung stellten. Diese beiden Kooperationsprojekte zeigen, dass eine partnerschaftliche Zusammenarbeit über die Auftragsforschung hinaus entstehen kann.
Abgeschlossen wurde die Präsentation mit einer besonders komplexen Verbundform. Die Stiftungsprofessur für Analytische Röntgenphysik, für die Prof. Dr. Birgit Kanngießer berufen werden konnte und derweil eine Arbeitsgruppe am Institut für Optik und Atomare Physik der TUB leitet. Dr. Dieter Müller von der TSB Technologiestiftung Berlin erläuterte den Vorgang zur Einrichtung dieser Professur. Das besondere an dieser Initiierung der Stiftungsprofessur sind die vielen Akteure, darunter 13 in- und ausländische Unternehmen, die TSB Technologiestiftung Berlin und die TU Berlin, die es alle zusammen ermöglichten, die anwendungsnahe Forschung in Berlin zu sichern und nachhaltig auszubauen sowie eine fundierte Ausbildung auf diesem Fachgebiet zu gewährleisten.
Im Anschluss an die Präsentation der Kooperationsbeispiele ließen sich bei einem kleinen Imbiss interessante Kontakte knüpfen und weitere Themen zum Wissens- und Technologietransfer mit den Teilnehmern des Forums vertiefen.
Einige Stimmen der rund 90 Teilnehmer zur Veranstaltung:
- „gute Form für kurze und praxisnahe Darstellung von Erfahrungen mit Transferprojekten“
- „hier wurden die vielfältigen Möglichkeiten einer erfolgreichen Zusammenarbeit aufgezeigt“
- „sollte man auch an anderen Hochschulen in dem Format durchführen“
- „haben Anregungen für eigene Vorhaben erhalten“
- „wirkte sehr motivierend auf uns“
- „die hohe Teilnehmerzahl mit hohem Anteil an Vertretern aus Unternehmen zeigt das deutliche Interesse an Themen zum Wissens- und Technologietransfer“
Ergänzend zum Transfer-Treff Live konnte am 16.02.11 auch die Ausstellung zur „2. Nacht der Unternehmen“ im Lichthof der TUB besucht werden. Diese Veranstaltung brachte Berliner Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen mit Studierenden und Absolventen zusammen.
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